Ein Grieche als Nummer eins im Feld der Glinicke Open oder früher der Wilhelmshöhe Open hat es noch nicht gegeben. Also auch das eine Premiere, denn mit Ioannis Xilas (Foto: Dieter Schachtschneider) ist das in diesem Jahr der Fall. Der 25-Jährige steht mit Position 362 an der Spitze des Sets. Innerhalb der letzten beiden Jahre hat er sich von den 1000er-Platzierungen immer weiter hochgearbeitet.
Nun ist sein Studium beendet und er konzentriert sich ganz aufs Tennisspielen und die Profikarriere. Sein Ziel: so schnell wie möglich unter die besten 200 zu kommen. Beispiele, wie rasant das gehen kann, hat man ja bei Spielern, die hier aufgeschlagen haben, schon zuhauf gesehen. Mit vier Jahren begann der Athener mit Tennis, viel später dann studierte er in Bath in England.
In Kassel ist Ioannis das erste Mal – und ist begeistert. „Ich habe noch nie bei einem solchen 30.000er gespielt, das ist unglaublich hier, für uns Spieler ist es ein Traum“, sagt er. In der ersten Runde machte die Nummer drei in Griechenland mit Isac Stroemberg kurzen Prozess, gegen Lasse Poertner musste er sich dann ganz schön strecken, ehe er mit 3:6, 6:0, 6:4 gewann.
Sein argentinischer Trainer Alejandro Miglio, mit dem Ioannis seit vier Monaten zusammenarbeitet, ist bisher mit dem Auftritt ganz zufrieden.
Spannend gemacht
Irgendwie haben die Spieler der Glinicke Open es in diesem Jahr mit den Abend Sessions. Okay, denken sie sich wohl, bei einem ITF-Turnier spielen wir nicht immer vor einer solchen Kulisse, dann genießen wir es doch einfach. Also gingen am Abend Giorgio Tabacco und Nino Ehrenschneider nochmal über drei Sätze und 2:38 Stunden, ehe der Italiener mit 6:4, 3:6, 6:3 als Sieger feststand. Auch Max Wiskandt (KTC) musste diesmal gegen den Ukrainer Olksii Krutykh über drei Sätze und in den Tiebreak gehen. Und musste nach vier vergebenen Matchbällen ein bisschen zittern. Der Fünfte zum 7:5 4:6, 7:6 saß dann, der Bergpark Wilhelmshöhe war wieder um einen Siegerball reicher. „Wenn ich jetzt sage, es war schlecht, dann zählt mein Coach mich an“, sagte Max im Interview auf dem Center Court. Den Fans jedenfalls hat es gefallen und sie freuten sich über den nächsten Erfolg des Lokalmatadors.