Max Wiskandt wird zum neuen König

In dieser Woche wurde Martin Schareina vom KTC Bad Wilhelmshöhe 1896 emotional verabschiedet. Der jahrzehntelange Platzwart hatte sich den Namen „König der Prinzenplätze“ erarbeitet.

Nun, der eine ging, der andere kam. Denn der neue König der Prinzenplätze heißt seit Sonntagnachmittag Max Wiskandt. Mit Platzwart hat er wenig zu tun, aber in seinem Wohnzimmer, dem Center Court des KTC, wurde er mit dem Sieg bei den Glinicke Open 2026 zum gefeierten Helden. Nach dem 7:5, 6:3-Erfolg über Matthew William Donald (Tschechien) schrie der 24-Jährige seine Freude heraus.
Der Turniersieg vor den heimischen Fans war der Zweite in Folge bei einem ITF World Tennis-Turnier M25. Nach Marburg letzten Sonntag nun Kassel – und das war für Max Wiskandt etwas ganz besonderes. Denn er ist der erste Spieler des KTC, dem dies in der 27-jährigen Geschichte des Wilhelmshöher Turniers gelang. Wie im gesamten Turnierverlauf zeigte er auch im Finale eine eindrucksvolle Leistung, war immer da, wenn es drauf ankam und holte sich verdient den Titel.
„Es war eine sehr schöne Woche hier für mich und ich möchte mich bei allen bedanken, die mich unterstützt haben“, sagte Wiskandt, der vor allem seine Mutter und seinen Trainer Markus Wislsperger hervorhob.
Niklas Nebelung, 1. Vorsitzender des ausrichtenden KTC, war in seiner Lobeshymne auf Max Wiskandt, der sich enorm verbessert hat, kaum zu bremsen und sichtlich stolz auf die Kasseler Erfolgstory, die für den Club ebenfalls eine schöne Sache ist: „Du hast unglaublich gespielt während der Woche und heute im Finale.“

Die Zuschauer feierten Max Wiskandt mit stehenden Ovationen und er genoss es sichtlich.

Turnierdirektor Eberhard Engelmann, Organisationsleiter Jan ­Philip Leupold und Club-Vorsitzender Niklas Nebelung zogen ein durchaus positives Fazit der ersten Glinicke Open. „Wir sind mit der Turnierwoche sehr zufrieden“, sagen sie, „das Meiste hat wirklich sehr gut gepasst und wir haben gezeigt, dass wir uns immer weiter entwickeln.“ Die Resonanz auf viele Dinge, die im Vergleich zu den letzten Jahren verändert wurden, war sehr gut. Es war – nicht nur wegen des neuen Namens und des Titelsponsorings – in vielen Bereichen fast wie ein Neuanfang – aber ein guter, wie sie finden.

Die Aufbruchstimmung war deutlich zu spüren. Der krönende Abschluss mit dem Sieg des Lokalmatadors war dann das i-Tüpfelchen.

Fotos: Dieter Schachtschneider