Am Ende flog der Ball nach dem Siegerschrei weit, weit Richtung Bergpark Bad Wilhelmshöhe. Giorgio Tabacco hatte zuvor 3:37 Stunden gegen Tom Sickenberger alles geben müssen. 702 Plätze trennen den 20-jährigen Hösbacher (1385) und den zwei Jahre älteren Italiener in der ATP-Weltrangliste, von einem Unterschied war auf dem Center Court allerdings nichts zu spüren. Tabacco gewann mit 7:5, 4:6, 6:4, musste sich aber ganz schön strecken, vor allem noch bei Sickenbergers letztem Aufbäumen im dritten Satz.
Der Unterlegen, der mit einer Wild Card des HTV im Hauptfeld und zum dritten Mal in Kassel war, zeigte sich trotz der Niederlage zwar enttäuscht, aber nicht ganz unzufrieden , wurde auch mit viel Applaus verabschiedet. „Bei den entscheidenden Punkten war er einfach einen Tick besser“, lobte er seinen Gegner. Seit kurzem trainiert Tom in der Tennis Base von Alexander Waske. „Wir haben ein paar Veränderungen vorgenommen, das funktioniert ganz gut“, berichtet Tom.
Später dann am Abend hatte er doch noch ein bisschen Glück. Als großer Messi-Fan konnte er sich über den Zittersieg der Argentinier gegen Ägypten freuen.
Nach dem ersten Spiel ist das Turnier für Maximilian Marterer schon zu Ende. Die ehemalige Nummer 43 in der Welt verlor am Dienstagabend gegen den an Position sechs gesetzten Michael Bassem Sobhy mit 4:6, 4:6. Nach achtmonatiger Verletzungspause war der Ägypter nicht gerade ein Aufbaugegner beim Turnier-Comeback von Marterer, sondern zum jetzigen Zeitpunkt noch zu stark.
Auch für den an drei gesetzten brasilianischen Dauerbrenner und Finalisten von 2023, Daniel Dutra da Silva, war beim 4:6, 3:6 gegen Nino Ehrenschneider schon in Runde eins Schluss.
KTC-Doppel im Viertelfinale
Diesmal hat es Can Franke geschafft. Am Montag war er im Einzel in der ersten Qualifikations-Runde ausgeschieden, am Dienstagabend machte er es im Doppel besser. An der Seite von Teamkollege Max Wiskandt gelang ihm ein glatter Zweisatzerfolg gegen Michel Hopp und Justin Schlageter. Im ersten Satz sah es zunächst nicht danach aus, Can und Max lagen mit 1:4 zurück, holten ihn sich aber noch mit 7:6. Der zweite Durchgang wurde dann zu einer klaren Angelegenheit, 6:0. Nicht nur die beiden freuten sich sehr über den Einzug ins Viertelfinale (am Donnerstag), auch die Fans hatten viel Spaß. Ein schöner Vorgeschmack auf die Zweitliga-Saison.